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Gleichstellungsziele im Hochschul- und Forschungsbereich (8587/J)

9. März 2016

Anfrage

8587/J XXV. GP

Eingelangt am 09.03.2016
Dieser Text wurde elektronisch übermittelt. Abweichungen vom Original sind möglich.

Anfrage

 

der Abgeordneten Claudia Gamon, MSc und Kollegen

an den Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft

betreffend Gleichstellungsziele im Hochschul- und Forschungsbereich

 

Im Budget UG 31 des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft befindet sich im "Wirkungsziel 4: Ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis in Führungspositionen und Gremien sowie beim wissenschaftlichen/künstlerischen Nachwuchs (Gleichstellungsziel)" mit Kennzahl 31.4.1 ein Indikator, der im Idealfall den steigenden Frauenanteil in wissenschaftlichen Führungspositionen abbilden und dokumentieren sollte. Gemäß Angaben des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft wurde Wirkungsziel 4 gewählt, da Datenanalysen (Gender Monitoring), strategische Dokumente (Regierungsprogramm, Nationaler Aktionsplan Gleichstellung, EU-Übereinkommen) und gesetzliche Vorgaben nahelegten, dass im Bereich der Wissenschaft und Forschung insbesondere ab dem Doktorat  und speziell in universitären Führungspositionen und Gremien ein spezifischer Förderungsbedarf gegeben ist. Kennzahl 31.4.1 gibt aber nur das gesamte Geschlechterverhältnis an den Hochschulen wieder und kann keine Auskunft über Berufungen in jüngerer Zeit geben. Gerade diese Information würde aber zu einer deutlich besseren Einschätzung führen, ob man bei den Gleichstellungszielen auf Kurs liegt.

 

 

 

Aus diesem Grund stellen die unterfertigten Abgeordneten nachstehende

Anfrage:

 

 

1.    Wie hoch war der Prozentsatz von Frauen unter den neuberufenen Professuren im Zeitraum 2004 -2014, gegliedert nach:
a) den einzelnen österreichischen Universitäten
b) den Fachbereichen Biologie und Medizin; Geistes- und Sozialwissenschaften; Naturwissenschaften und Technik

2.    Unter Kennzahl 31.4.3 sind Istzustand 2014 und Zielzustand 2016 ident. Weiters zeigt sich, dass die Quote 2013 bereits deutlich höher war. Wie interpretiert das Bundesministerium diese relativ starken Schwankungen?

3.    Wie sieht die Aufgliederung von Kennzahl 31.4.4 nach
a) den einzelnen österreichischen Universitäten
b) den Fachbereichen Biologie und Medizin; Geistes- und Sozialwissenschaften; Naturwissenschaften und Technik
aus?

4.    Werden Gleichstellungsziele auch im Bereich der Fachhochschulen erfasst und wenn ja, wie sehen hier die Daten aus?

5.    Wie sieht der Umsetzungsstand des Frauenförderplans der Österreichischen Akademie der Wissenschaften aus?

6.    Mit welchen konkreten Maßnahmen wird versucht, den Frauenanteil im Bereich der Forschung an Österreichs Hochschulen zu erhöhen?

7.    Mit welchen konkreten Maßnahmen wird versucht, den Frauenanteil speziell im Bereich der Forschung in Naturwissenschaften und Technik zu erhöhen?

8.    Wo steht Österreich in Bezug auf Gleichstellungsziele im internationalen Vergleich?

 

 

 

Beantwortung

bis 04.05.2016 erwartet
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