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kulturpolitische Konzepte, die den Planungen zum Haus der Geschichte Österreich zugrundeliegen (7904/J)

Anfrage

Eingelangt am 27.01.2016
Dieser Text ist elektronisch textinterpretiert. Abweichungen vom Original sind möglich.

Anfrage

 

der Abgeordneten Alm, Kollegin und Kollegen an den Bundesminister für Kunst und Kultur, Verfassung und Medien betreffend den kulturpolitischen Konzepten, die den Planungen zum Haus der Geschichte Österreich zugrundeliegen

 

In den vergangenen Tagen (bzw. „in den vergangenen Monaten“ – zum wahrscheinlichen Zeitpunkt der Beantwortung dieser Anfrage) hat sich die Kritik an den derzeitigen Planungen zum Haus der Geschichte (HGÖ) durch einige Parlamentsparteien, sowie in den Stellungnahmen zur Novelle des Bundesmuseengesetzes durch Rechnungshof und Finanzministerium verschärft [vgl. z.B.: „Der Standard“ vom 25.01.2016].

NEOS hat bisher vor allem das dem HGÖ zugrundeliegende kulturpolitische Konzept irritiert. Wenn, wie bei Byung-Chul Han unter dem Begriff „Hyperkulturalität“ [Byung-Chul Han (2005): Hyperkulturalität] beschreiben, Kultur heute als eine Zusammensetzung aus Links und Vernetzungen verstanden werden muss und wenn kulturpolitische Tendenzen der Re-Nationalisierung, Re-Institutionalisierung und Re-Lokalisierung jedenfalls kritisch hinterfragt werden müssen, dann steht die derzeitige Planung des HGÖ – vor allem am Standort „Neue Burg“ – unter erhöhtem Rechtfertigungsbedarf.

 

Aus diesem Grund stellen die unterfertigten Abgeordneten nachstehende

 

Anfrage:

1.    Welches kulturpolitische Konzept und welche Perspektive auf die Institutionenkritik (der Institution „Museum“) liegen den Planungen zum HGÖ zugrunde?

2.    Welche Argumente führt Ihr Ressort an, um die Planung eines Haus der Geschichte am Standort Hofburg, vor dem Hintergrund der von Byung Chul-Han beschriebenen Entwicklungen der Hyperkulturalität zu rechtfertigen?


3.    Welchen Anteil nehmen die Onlineaktivitäten des HGÖ an den Gesamtkosten der Umgestaltung des Heldenplatzes ein?

4.    Welche Eigenschaften der Onlineaktivitäten des HGÖ sind Ihrer Einschätzung nach von besonders herausragender Innovationskraft?

5.    Welche KPI wurden für die Onlineaktivitäten des HGÖ definiert?

Beantwortung

bis 23.03.2016 erwartet
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