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Re-Hospitalisierungen und Wiederaufnahme ins Spital (13293/J)

6. Juni 2017

Anfrage

13293/J XXV. GP

Eingelangt am 06.06.2017
Dieser Text wurde elektronisch übermittelt. Abweichungen vom Original sind möglich.

Anfrage

 

der Abgeordneten Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen

an die Bundesministerin für Gesundheit und Frauen

betreffend Re-Hospitalisierungen und Wiederaufnahme ins Spital

 

In der Veröffentlichung "Krankenanstalten in Zahlen" präsentiert das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen erhobene Daten zu den landesgesundheitsfondsfinanzierten Krankenanstalten. Neben Daten zu Belagstagen und Belagsdauer eines durchschnittlichen Spitalsaufenthaltes finden sich dort auch Zahlen zu den Kosten von Medikamenten oder Personal. Die Daten über Aufnahmen zeigen jedoch nicht, wie viele Wiederaufnahmen sich unter den Patienten befinden. Insbesondere bei Herzinsuffizienz beträgt die Re-Hospitalisierungsrate innerhalb der ersten drei Monate etwa 40%, wie Rudolf Berger, Leiter der Arbeitsgruppe Herzinsuffizienz der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft (ÖKG) am 4. Mai 2017 im Standard erläuterte (siehe derstandard.at/2000056978937/Herzinsuffizienz-Experten-fordern-neues-Behandlungsprogramm).

Wiederaufnahmen ins Spital können geplant oder ungeplant, vorhergesehen oder unvorhergesehen erfolgen. Gerade nicht geplante und unvorhergesehehen Wiederaufnahmen bedürfen jedoch einer genauen und umfassenden Analyse ihrer Ursachen, denn nur so lässt sich die teure und für Patienten oftmals belastende Wiederaufnahme ins Spital verhindern. Genaue Daten und Zahlen zu den Gründen und dem Umfang, in welchem Re-Hospitalisierungen in Österreich erfolgen, sind jedoch rar. Dabei wäre eine umfassende Datenlage hilfreich, um Re-Hospitalisierungen nach Analyse der Ursachen zu vermeiden und so eventuell eine große Kostenersparnis zu erzielen. Gerade im Zuge der Primärversorgung und zur Entlastung des stationären Bereichs wäre eine umfassende Datenlage ebenfalls hilfreich, um dem Problem der Re-Hospitalisierungen entgegen zu wirken.

Aus diesem Grund stellen die unterfertigten Abgeordneten nachstehende

Anfrage:

1.    Wie bewertet das BMGF die Hohe Re-Hospitalisierungsrate beispielsweise bei Herzinsuffizienzpatienten oder auch in der Psychotherapie?

a.    Sieht das BMGF hier Handlungsbedarf?

b.    Kann von einer Kostenersparnis ausgegangen werden, wenn die Re-Hospitalisierungsrate in Österreich gesenkt werden kann?

2.    Evaluiert das BMGF die Zahlen zu Re-Hospitalisierungen in Österreich?

a.    Wenn ja, für welche Länder, Spitäler oder Krankenanstalten liegen Zahlen bzw. Daten vor und wo können sie eingesehen werden?

b.    Wenn nein, warum nicht?

3.    Evaluiert das BMGF die Gründe für Re-Hospitalisierungen für verschiedene Krankheitsgruppen?

a.    Wenn ja, für welche Krankheitsgruppen liegen dazu Daten vor und wo können sie eingesehen werden?

b.    Wenn ja, welche Gründe für Re-Hospitalisierungen, die ungeplant und unerwartet auftreten sind dem BMGF bekannt?

c.    Wenn nein, warum nicht?

 

 

Beantwortung

bis 01.08.2017 erwartet
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