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Ausbau der Kooperation im Unterricht von Landwirtschafts- und Tourismusschulen (1579/A(E))

Antrag

1579/A(E) XXV. GP

Eingebracht am 24.02.2016
Dieser Text ist elektronisch textinterpretiert. Abweichungen vom Original sind möglich.

Entschließungsantrag

 

der Abgeordneten Georg Willi, Harald Jannach, Sepp Schellhorn, Leo Steinbichler, Kolleginnen und Kollegen

betreffend Ausbau der Kooperation im Unterricht von Landwirtschafts- und Tourismusschulen

Von Expertenseite - vgl. insbes. Prof. Peter Zellmann vom Institut für Freizeit- und Tourismusforschung in Wien beim ÖHV-Kongress 2014 in Wels - wird angeregt, dass die Schülerinnen und Schüler der Tourismusschulen und der Landwirtschaftsschulen wechselseitig ihre Schulen "auf Zeit" tauschen sollten. Hintergrund ist die Idee, dass angehende Bäuerinnen und Bauern einen konkreteren Blick dafür bekommen sollen, was die Anforderungen der Gastronomie und Hotellerie an landwirtschaftliche Produkte sind: welche Produkte gefragt sind oder in Zukunft gefragt sein könnten, wie die Qualitätsansprüche genau aussehen, welche Mengen wer benötigt, wo Nischen für die Entwicklung neuer Produktideen zu finden sind. Sie sollen den Regelbetrieb im Tourismus näher kennenlernen und die Chancen regionaler Produkte entdecken.

Auf der anderen Seite sollen die angehenden Tourismus-Fachkräfte wie Köchinnen/Köche und Kellnerinnen/Kellner in die Lage versetzt werden, die Gäste besser und vertiefter über die landwirtschaftlichen Produkte der Region, die Tiere und ihre Haltung, die Kräuter, Pflanzen und Obstbäume, die Verarbeitung und Veredlung und die Lebensweise der Produzentlnnen, also der Bäuerinnen und Bauern, zu informieren.

Auf diese Weise entsteht Verständnis füreinander, Bereitschaft, sich gegenseitig zu unterstützen und regionale Wertschöpfungsketten auf- bzw. auszubauen. Für die Gäste tut sich - wenn sie gut beraten und betreut werden - die Welt der regionalen Produkte mit ihren Besonderheiten weiter und in einer anderen Qualität auf. So kann der Urlaub mit Erlebnissen bereichert werden.

Unterm Strich wäre eine derartige Verschränkung im Lauf der Fachausbildungen ein Win-Win-Win-Projekt für die Beteiligten aus dem touristischen wie agrarischen Bereich, für Österreichs Agrar- wie Tourismuswirtschaft insgesamt und für die Gäste.

Die unterfertigenden Abgeordneten stellen daher folgenden

ENTSCHUESSUNGSANTRA G

Der Nationalrat wolle beschließen:

Die Bundesregierung, insbesondere die zuständigen Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft sowie für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft werden aufgefordert, ein Pilotprojekt zu starten, bei dem versucht wird, eine gezielte Kooperation und Verschränkung in der Unterrichtsgestaltung zwischen Landwirtschafts- und Tourismusschulen zu entwickeln. Wenn sich dieses Vorgehen bewährt, soll es in den Regelbetrieb der beiden Schultypen übernommen werden.

In formeller Hinsicht wird die Zuweisung an den Tourismusausschuss vorgeschlagen.

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