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Das Ende des unwürdigen Dublin-Systems

11.11.2014 Niki Scherak

Mit seiner Entscheidung Tarakhel gg. Schweiz hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte das Ende des Dublin-Systems eingeläutet. Das Ende eines Systems innerhalb der Europäischen Union, welches vorsieht, dass Asylwerber in jenes Land zurückzuschicken sind,  in dem sie erstmals einen Asylantrag gestellt haben. Diese Regelung führt naturgemäß dazu, dass die weitaus größte Zahl an geflüchteten Menschen sich in Staaten wie Italien, Spanien und Griechenland aufhalten, da diese an der EU-Außengrenze liegen. Es müssen auch Asylwerber, die es -auf welchem Weg auch immer- nach Österreich geschafft haben, wieder in das Land geschickt werden, in dem sie zum ersten Mal europäischen Boden betreten  haben. Leider ist es traurige Realität, dass die Länder an den EU-Außengrenzen mit der Versorgung von so vielen Schutzsuchenden schlichtweg überfordert sind. Es ist ihnen einfach nicht mehr möglich, jenen, die aufgrund von Krieg und Verfolgung aus ihren Heimatländern geflüchtet sind, eine menschenwürdige Unterbringung zu garantieren, da es schlichtweg an Ressourcen mangelt.

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