Niko Alm

Sprecher für Wirtschaft, Start-ups, Medien, Netzpolitik, Kultur (Vorsitz Ausschuss), Innere Sicherheit, Weltraum

Politik kann sich nur ändern, wenn wir daran teilnehmen.Mir reicht es – im Hinblick darauf, wie in Österreich Politik inszeniert wird. Auch wenn ich das Zustandekommen der parteipolitischen Verhärtung im Verhältnis zur medialen Öffentlichkeit nachvollziehen kann, habe ich nie verstanden, warum dieser kontraproduktive Starrsinn im eigenen Standpunkt notwendig ist, vor allem wenn dieser dann nach Belieben geändert wird. Die Volksbefragung zur Abschaffung der Wehrpflicht ist für mich beispielhaft dafür, wie parteipolitische Willkür gegen eigene Prinzipien dazu geführt hat, dass ein ganzes Land eine historische Chance vertan hat.Mir reicht es nicht, mich einfach nur darüber zu beschweren. Ich bin überzeugt davon, dass Politik und das politische System nur geändert werden können, indem man selbst daran teilnimmt. Das heißt natürlich nicht, dass jeder selbst irgendwo kandidieren muss. Ein Mindestmaß an Engagement darf aber verlangt werden: das Stärken progressiver Kräfte gegenüber jenen, die darauf bedacht sind einen Zustand aufrecht zu erhalten, der mit der Kurzformel „weil es immer schon so war“ gegen Änderung immunisiert werden soll.

Andere wählen. Ich kandidiere.
Die Zuschreibung Unternehmer nehme ich für mich auch politisch in Anspruch.

OK Alm, wo sind die Inhalte?

Die Rangreihung politischer Herausforderungen ist natürlich unsinnig. Auch Politik ist ein arbeitsteiliger Prozess, der Schwerpunktsetzungen der Akteure zur Folge hat. Hier sind einige Punkte, die ich – neben vielen anderen – persönlich für wichtig halte:

– Neues Pensionsmodell

Der weiteren Finanzierung des derzeitigen Modells wie bisher einfach mit Bevölkerungswachstum zu begegnen ist keine gute Idee. Eine mögliche Lösung ist das Flexi-Pensionsmodell (von Bernd Marin et al), mit einer freien Wahl des Zeitpunkts des Pensionsantritts mit Zu- und Abschlägen zu gleichen Bedingungen für Frauen und Männer. Damit verbunden ist eine sukzessive Anhebung des Referenzalters und eine Anhebung des Pensionsantrittsalters.

– Abschaffung der Wehrpflicht (und des Zivildienstes)

Auch wenn wir gerade eine Volksbefragung hinter uns haben, wird an einer Abschaffung der Wehrpflicht bald kein Weg vorbeiführen. Abgesehen davon, dass hier der Staat die persönliche Freiheit unzulässig einschränkt, wird hier nach willkürlichen Kriterien nur ein Teil der Bevölkerung zu schlecht bezahlter Arbeit verpflichtet.

– Abschaffung der Landtage

Wir sind Teil der EU und haben mit den Bundesländern für unser kleines Land eine legislative Ebene zu viel. Es gibt keinen vernünftigen Grund von Bundesland zu Bundesland verschiedene Gesetze zu beschließen, selbst wenn es nur manche Bereiche betrifft.

– Laizität in die Verfassung

14 Religionsgemeinschaften sind gesetzlich anerkannt und privilegiert. Diese Einschränkung der Religionsfreiheit ist Ausdruck einer völlig willkürlichen Anerkennung mancher religiöser Weltanschauungen. Religion selektiv zu fördern ist nicht Aufgabe eines demokratischen Staates. Nur eine klare Trennung von Staat und Religion (Laizität) kann echte Religions- und Weltanschauungsfreiheit gewährleisten.

– United States of Europe

Die Entwicklung Europas kann nur in zwei Richtungen gehen: wieder auseinander oder enger zusammen. Dass die EU im jetzigen Entwicklungsstadium stehen bleibt ist ein Szenario, das ich als unrealistisch einschätze. Ich fühle mich als Europäer und wünsche mir auch ein politisches Zusammenwachsen der EU zu Vereinigten Staaten von Europa.


Lebenslauf

Geboren 1975 in Wien, aufgewachsen in Wien und Weikendorf (NÖ).Mag. phil. (Philosophie und Kommunikationswissenschaften). Um die anderen Studien, Betriebswirtschaft (WU Wien) und Digitale Kunst (die Angewandte), abzuschließen, war keine Zeit mehr, weil es mich gegen Ende des Studiums schon in die Arbeitswelt gedrängt hat.
Ich bin seit 1998 als EPU tätig und gründete 2001 mit der Super-Fi GmbH (digitale Kreativagentur) das erste Unternehmen der gleichnamigen Unternehmensgruppe mit ca. 60 Angestellten und Niederlassungen in Wien und Warschau, die wir augenzwinkernd auch Mikromischkonzern (http://mikromischkonzern.eu) nennen.Ein ausführliches Porträt von mir ist auf inventures.eu (engl.) zu finden:
http://www.inventures.eu/im-not-particularly-good-at-anythingWas ich mir sonst so denke, ist auf meinem Blog und Twitter nachzulesen:Blog: http://blog.alm.at
Twitter: http://twitter.com/NikoAlm